Geschmeidig durch die Festtage – ohne Reue auf der Waage


    Kolumne – Authentisch. Ehrlich. Praxisnah.


    (Bild: zVg) Simone Wietlisbach, Inhaberin und Geschäftsführerin der ParaMediForm AG

    Werte Leserschaft,
    heute möchte ich Ihnen ein paar einfache, alltagstaugliche Tricks verraten, wie Sie geschmeidig durch die Festtage kommen – ohne unnötige Kilos zuzulegen und ohne auf Genuss verzichten zu müssen. Alles, was Sie hier lesen, stammt aus meiner über 24-jährigen Praxiserfahrung mit Kundinnen und Kunden, die unser Institut mit dem Wunsch nach Gewichtsreduktion aufgesucht haben. Diese Empfehlungen sind vielfach erprobt, praxisnah und haben sich über Jahre hinweg bewährt.

    Die Herausforderungen rund um die Festtage ähneln sich jedes Jahr: Einladungen reihen sich aneinander, Familientreffen stehen an, überall locken Süssigkeiten, begleitet von warmen Kindheitserinnerungen. Dazu kommen Weihnachtsstress, hohe Erwartungen, emotionale Themen und nicht selten ein intensiver Endspurt im Berufsalltag. Wer möchte in dieser Zeit zusätzlich auch noch jedem süssen Teller oder einem entspannenden Glas Rotwein widerstehen? Genau darum geht es hier, nicht um Verbote, sondern um Ausgleich, Bewusstsein und kluge Entscheidungen.

    Ein wirkungsvoller Tipp lautet: Gehen Sie niemals hungrig an eine Einladung. Essen Sie kurz davor einen Teller gedämpftes Gemüse – verfeinert mit einem Esslöffel kaltgepresstem Olivenöl oder einer italienischen Salatsauce. Wenn ich direkt vom Geschäft zu einem Anlass gehe, greife ich gerne auf meine selbstgemachte Gemüsesuppe zurück, die ich in einer Thermo-Trinkflasche mitnehme. Gekochtes Gemüse regt den Stoffwechsel an, schenkt Energie und fördert ein basisches Milieu im Körper. So sind Sie beim Apéro entspannt, können Chips, Nüsse und andere unnötige Kalorien problemlos stehen lassen und gehen vorbereitet an das anschliessende Essen. Selbst ein Glas Wein wird dann besser vertragen, da die zuvor aufgebaute Base die Säure etwas abfedern kann. Denn ein übersäuerter Körper verbrennt kein Fett. Trinken Sie zwischendurch reichlich stilles Wasser – das unterstützt die Nieren und hilft, Schlackenstoffe auszuleiten. Ein hochwertiges Basenpulver vor dem Schlafengehen kann zusätzlich die Regeneration fördern und den Schlaf verbessern. Vorsicht gilt insbesondere bei Zucker und Alkohol – beides sind starke Säurebildner.

    Doch selbst mit guter Vorbereitung gehört eines zu den Festtagen einfach dazu: Süssigkeiten. Wenn Sie Süssigkeiten geniessen möchten, achten Sie auf Qualität mit hochwertigen Zutaten. Es lohnt sich, dafür etwas mehr Geld auszugeben. Schokolade ist nicht gleich Schokolade und Honig ist nicht gleich Honig. Hinter vielen Produkten verbergen sich Streckmittel, die lediglich der Herstellungs-Kostenreduktion dienen. Lesen Sie die Zutatenlisten – Sie werden staunen! Gönnen Sie sich bewusst hochwertige Ware, kauen Sie langsam und geniessen Sie es. Weniger, langsamer und genüsslicher führt schneller zur Sättigung. Und ganz wichtig: Reuegefühle sind fehl am Platz. Schuldgefühle lösen Stresshormone aus und bremsen genau jene Fettverbrennung, die wir brauchen. Entweder geniessen Sie bewusst – oder Sie lassen es bleiben. Alles andere belastet Körper und Geist unnötig.

    Gerade am Abend stellt sich für viele die Frage, womit man sich stattdessen etwas Gutes tun kann. Eine wunderbare Alternative zu Süssigkeiten ist ein aromatischer Weihnachtstee, besonders am Abend. Denn alles, was im Winter nach 17 Uhr geschlemmt wird, setzt sich erfahrungsgemäss doppelt an. Nachts kann der Körper Zucker kaum noch verarbeiten, er wandert direkt in die Fettdepots. Auf nüchternen Magen wirkt Zucker ähnlich ungünstig. Nach einer Hauptmahlzeit hingegen wird er deutlich besser verwertet, da die Verdauung bereits auf Hochtouren läuft.

    Aus meiner Erfahrung hilft vielen Menschen vor allem eines: strukturierte, einfache Regeln. Hilfreich ist es zudem, klare Zeitfenster für Schlemmereien festzulegen: zum Beispiel am 24. und 25. Dezember sowie an Silvester – nicht davor und nicht danach. An diesen Tagen wird genossen, an den übrigen bleibt man konsequent. Verschenken oder versorgen Sie übrige Leckereien, um Versuchungen zu vermeiden.

    Wie wirkungsvoll solche einfachen Regeln sein können, zeigt eine kleine Begebenheit aus meiner Praxis: Ein Kunde von mir hatte Mühe, das Konfekt, das in der Weihnachtszeit zum Café serviert wird, stehen zu lassen. Mein Rat war simpel: Sammeln Sie alle Süssigkeiten in einer Plastiktasche und essen Sie sie am 24. Dezember. Dadurch war es kein Verbot, sondern nur eine zeitliche Verzögerung.

    In der letzten Beratung vor Weihnachten legte er mir stolz einen vollen Sack hin und sagte lächelnd, ich dürfe ihn behalten. Minderwertiges Konfekt spreche ihn nicht mehr an, er gönne sich lieber ein Stück von seiner Lieblingstorte aus der Bäckerei – bewusst und genussvoll. Die Festtage meisterte er ohne Gewichtszunahme. Manchmal sind es Kleinigkeiten, welche einen grossen Unterschied machen. Den Sack Süssigkeiten habe ich mit Freude entsorgt. Denn auch mein Körper ist mein Tempel – und ich entscheide weise, was ich hineinlasse.

    Ich wünsche Ihnen allen frohe, genussvolle Festtage. Und falls doch etwas aus dem Ruder läuft: Unsere Gesundheitsberater stehen Ihnen ab Januar 2026 gerne persönlich zur Seite.


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    wietlisbach@regionalzeitungen.ch

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